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Veröffentlicht am 22.12.2017 von trotz ms Redaktion
Dank moderner Medikamente lässt sich MS heute meist gut behandeln. Aber jede Dauertherapie bringt auch gewisse Einschränkungen für die Patienten mit sich.

Fühlst Du Dich manchmal durch Deine MS-Therapie in Deinem Alltag eingeschränkt? Vielleicht sogar mehr als durch die Erkrankung selbst? Es hat sich gezeigt, dass die Behandlung von MS die Lebensqualität deutlich verbessern, den Alltag manchmal aber auch negativ beeinflussen kann: Nebenwirkungen und häufige Medikamenteneinnahme sowie regelmäßig einzuhaltende Kontrolltermine können belasten. Dies führt nicht selten dazu, dass einige Betroffene ihre Therapie abbrechen. Dabei ist es sehr wichtig, eine Therapie, die gut wirkt, langfristig und konsequent weiterzuführen – auch wenn es Dir gerade gut geht.
In den letzten Jahren wurden viele neue Therapien für MS entwickelt. Dabei stehen immer mehr auch die Bedürfnisse der Betroffenen im Vordergrund. Ziel ist eine sichere, verträgliche und wirksame Therapie, die gleichzeitig auf individuelle Bedürfnisse und Lebensumstände des Einzelnen eingeht. Studien haben gezeigt, dass es ein wichtiger Entscheidungsgrund der Betroffenen für eine Therapie ist, wenn diese seltener verabreicht wird.
Neben den individuellen Bedürfnissen der Patienten steht bei der Entwicklung neuer MS-Medikamente auch das Ziel im Vordergrund, die Krankheitsaktivität zu unterdrücken. Als primäres Therapieziel definierten Wissenschaftler hierfür die sogenannten „NEDA“-Parameter. NEDA steht für: No Evidence of Disease Activity. Im Deutschen versteht man darunter die „Freiheit von klinisch relevanter und messbarer Krankheitsaktivität.“
Die drei Parameter, die diese Freiheit von Krankheitsaktivität charakterisieren, sind:
Wie Du siehst, stehen für die Behandlung von MS immer mehr Therapien zur Verfügung, die zukünftig noch stärker die Bedürfnisse der Betroffenen berücksichtigen werden. Besprich mit Deinem Arzt, welche Therapieoption für Deine Erkrankungsform und Deine Lebensumstände am besten geeignet ist.
*Quellen:
Matta, AP et al.: No evidence of disease activity in multiple sclerosis patients. 2016. Expert Rev Neurother 16.
Utz, KS et al.: Patient preferences for disease-modifying drugs in multiple sclerosis therapy: a choice-based conjoint analysis. 2014. Ther Adv Nerol Disord 7.
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